Traumziel Sansibar

Nach einer Nacht im arabischen Palast, profanen Tembo Hotel, Stone Town, ausgestattet mit Antiquitäten, einem floh- und moskitosicheren Himmelbett und mit Mosaiken verzierten Bad genossen wir das Frühstück auf der Terrasse mit Meerblick, Dhaus und hölzernen Ausflugsbooten.

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Der Hamam  der persischen Prinzessin, die natűrlich Scheherezade hiess, war der erste Stopp auf  unserer Inselrundfahrt. Palmenhaine, die mageren Rindern als Weide dienten, begleiteten unseren Weg zur Gewűrzfarm Kizimbani.

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Hier werden Karren noch von Ochsen gezogen, den “Zanzibar Ferraris”.

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Exportprodukt Nr. 1 sind  die hier angebauten Nelken, die flinke Baumkletterer zweimal im Jahr ernten.

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Zitronengras, ultimatives Heilmittel  bei Augen-, Lern- und Verdauungsstőrungen, empfiehlt sich auch als duftende Seife. Ananas sind ein weiteres sansibarisches Geschenk an die lernende Menscheit. Täglich als Saft genossen, bringt es das Hirn in Schwung und sollte in den Semestergebűhren inkludiert werden.

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Getrocknete Curryblätter, vor das Fenster gehangen, sollen bőse Prűfungs- und andere Albträume fernhalten. Der Jodbaum ist ein klassisches Beispiel fűr die Nicht-in-Wertsetzung von lokalen Rohstoffen. “Solange Jod aus Europa importiert wird, kann es mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in Zanzibar nichts werden” erklärte der der Guide mit viel Lokalpatriotismus. ” A man becomes really a man” mit Kurkuma, und es hilft sowohl pubertierenden Teenagern gegen Pickel als auch den Damen beim Abschminken.

Die Verwendung von Zimt in der traditionellen Heilkunde gerät leider immer mehr in Vergessenheit. Aus den Säften des Ylang-Ylang Baums, vermischt mit Kokosnussöl, wird Chanel Nr.0 hergestellt.

Henna vom Hennabaum ist Geschäftsgrundlage für alleinstehende Frauen, die sich als Alternative zu streitsüchtigen Ehemännern mit Hennabemalung ihren Lebensunterhalt verdienen.

Der Gebrauch von Vanille statt Zucker soll Diabetes und Herzprobleme verhindern. Im Rausch des Gewürze-Kaufens erstanden wir Muskatnüsse, rosa Tandoorigewürze und andere Körner, Blätter und Kerne in der Hoffnung, damit die Daheimgeblieben erfreuen zu können. “Made in Zanzibar” klingt doch cool.

Ein bisschen Betroffenheit zum Schluss der Rundfahrt stand allen gut: Die Besichtigung der Sklavenkammern, in der nach dem Verbot des Sklavenhandels und der Haltung derselben doch noch im Verborgenen mit Sklaven gedealt wurde, gehörte zu dem physisch anspruchsvollen Teil des Ausflugs.

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Nachmittags gab es ungewöhnlicherweise mal ein bisschen freie Zeit und abends ein stimmungsvolles  Suaheli-Farewell- Dinner mit  Taarab Musik und einer spontanen Modenschau von Henrik Lührs.

Monika Krämer und Michael Lüdtke

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