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Materia Philosophiae

1 Leave a comment on Absatz 1 0 Ein praktischer Nutzen kann sich demnach nur als Frucht bzw. als Zugabe des Ziels einstellen und dürfte eine Dimension darstellen, die man als theoretisch-praktisch bezeichnen könnte. Bevor dies genauer erklärt wird, drängt sich aber die Frage auf, ob die theoretische oder vermeintlich praktische Zielsetzung nicht eine praktische perfectio, d. h. eine Ausrichtung des Lebens auf die Vollendung im Diesseits impliziert. Warum Ficino aber diese Vollendung des Menschen für die Zielsetzung – gleich ob sie als theoretische, praktische oder theoretisch-praktische angedacht wird – grundsätzlich ablehnen muss, lässt sich erst klären, wenn wir die Frage nach der Materie der Philosophie abgehandelt haben. Insofern fallen in diesem Kapitel die Frage nach der praktisch-theoretischen Zielsetzung und der Materie der Philosophie zusammen, da beide Themen ihre Antworten wechselseitig voraussetzen.

2 Leave a comment on Absatz 2 0 Vorausschicken kann man bereits, dass eine praktisch-theoretische Zweckbestimmung im Sinne einer perfectio hominis für Ficino nur eine negative und keine wirkliche Zielsetzung wäre. Denn eine perfectio hominis-Zielsetzung würde die Einsicht in die imperfectio des Menschen voraussetzen, die allerdings nur durch den Vergleich zwischen menschlichem und göttlichem Standpunkt hervorgerufen werden kann. Der Mensch kann also im Diesseits den terminus ad quem seines Strebens nicht wirklich bestimmen und daher wäre eine perfectio hominis keine wirkliche Zielsetzung, sondern nur eine negative, d. h. der Mensch könnte nur sagen, dass das Ziel seines Strebens die Überwindung seiner imperfectio wäre. Mit dieser These stellen sich aber bereits weitere Schwierigkeiten ein: Denn hier dürfte sich bereits die Vermutung aufdrängen, dass mit diesem Vergleich, der für die Frage nach einer perfectio hominis entscheidend ist, die Materie der Philosophie als cognitio rerum humanarum et divinarum gemeint ist. Dieser Verdacht lässt sich aber kaum erhärten, weil ein derartiger Vergleich für Ficino nur resultativ, d. h. im Zustand des erreichten oder beinahe erreichten theoretischen Ziels möglich sein kann. Erst die weit fortgeschrittene Annäherung an die göttliche Weisheit macht dem Menschen bewusst, dass es einen Unterschied zwischen Menschlichem und Göttlichem gibt und worin dieser besteht. D. h. erst wenn der Mensch zum Philosoph geworden ist, d. h. den höchsten menschlichen Zustand der Weisheitsannäherung erreicht hat, weiß er überhaupt, dass er von Natur aus unvollendet war und sich jetzt in der Liebe zur Weisheit dem Vollendeten annähert. Als Philosoph ist ihm aber auch bewusst, dass eine Vollendung in diesem Leben nicht dauerhaft möglich sein kann. Eine perfectio hominis widerspricht demzufolge der Philosophie, weil sie erst dann einsetzen könnte, wenn die philosophia geendet und zur sapientia geworden wäre. Dasselbe gilt für die cognitio rerum humanarum et divinarum, die nicht Objekt, Materie oder Untersuchungsgegenstand der Philosophie sein kann, sondern höchstens ein Resultat der erfahrenen Weisheit ist.

3 Leave a comment on Absatz 3 0 Da wir die cognitio divinarum aber bereits als theoretische Zielsetzung der Philosophie bestimmt haben, muss nun ergänzt werden, dass diese nur als faktische oder als negative Theologie erfüllt werden kann: Dank der faktischen Theologie weiß der Philosoph, dass er als Philosoph Gott niemals vollständig genießen kann; dank der negativen Theologie weiß der Philosoph, dass er als Mensch nur Prädikationen für die Vollendung finden und angeben kann, die dieser niemals entsprechen. 28 Im ersten Fall bleibt nur die Erkenntnis, dass die Philosophie immer eine Annäherung an die perfectio bleibt. Der zweite Fall führt die Erkenntnis herbei, dass der Mensch im Vergleich zum Göttlichen immer unvollendet ist und er Gott auch nur unvollendet begreifen kann.

4 Leave a comment on Absatz 4 0 Entscheidend bleibt, dass der Mensch, sobald er sich als Philosoph versteht, schon weiß, dass die Vollendung seiner menschlichen Natur als generelle Zielsetzung seiner theoretischen und praktischen Unternehmen immer unerfüllt und daher unrealistisch ist. Ein vollständiges Wissen aller menschlichen und göttlichen Eigenschaften bleibt ebenso Gott vorbehalten und die Hoffnung auf ein humanes Wissen sämtlicher Angelegenheiten kann erst in der endgültigen Vergöttlichung des Menschen eingelöst werden, d. h. höchstens im Jenseits. Schon die bisherige Erklärung, warum Ficino die praktische Dimension ablehnt und welchen praktischen Nutzen er aus dem theoretischen Ziel zieht, erscheint überaus voraussetzungsreich und kann vollständig nur dann nachvollzogen werden, wenn eine positive Antwort auf die Frage nach der Materie der Philosophie gegeben werden kann.

5 Leave a comment on Absatz 5 0 Eine Antwort auf die Frage nach der Materie der Philosophie bietet Ficino in seinem ersten Platon-Kommentar De amore aus dem Jahr 1469. Im Begriff der Philosophie stellt die Liebe eine ›ontogenetische Basis‹ dar. D. h. jeder gewöhnliche, einzelne Mensch befindet sich von Natur aus und im gesamten Verlauf seiner Entwicklung im Zustand der Liebe 29, weil die Liebe universal ist und Gott sie kontinuierlich in allen Wesen produziert, wie Ficino in drei Punkten ankündigt:

6 Leave a comment on Absatz 6 0 Tria nobis deinceps […] uidentur. Primum quò[d] amor omnibus insitus per cuncta porrigitur. Alterum, quòd omnium quæ secundum naturam sunt operum, effector est atque seruator. Tertium quòd artium singularū[m] est magister & dominus. 30

7 Leave a comment on Absatz 7 0 Die hier angesprochenen drei Punkte – erstens die universale Liebe, zweitens die Schöpfung und Bewahrung durch den Eros und drittens die Meisterlichkeit des Eros – erklärt Ficino im Folgenden und unter jeweiligen Rekurs auf Dionysius Areopagita durch die Omnipräsenz der Liebe in der Hierarchie, der kosmologischen Attraktionskraft innerhalb des Kosmos und der Notwendigkeit einer Liebesdynamik für das Erreichen eines bestimmten Ziels. Die drei Punkte lassen sich aber auch für eine Erklärung von Ficinos Philosophiebegriff heranziehen. Dass der Mensch die Weisheit liebt, kann – wie in der Diotima-Rede (Smp 210, bes. 210d6) – er nur in Folge eines unermüdlichen Durchlaufs mehrerer Entwicklungsstufen zum Bewusstsein bringen31. Solange der Mensch Gott und die Weisheit nicht kennt, weiß er auch nicht, dass eigentlich hinter sämtlichen Liebesverhältnissen nur die Philosophie verborgen ist:

8 Leave a comment on Absatz 8 0 Hinc efficitur ut corporis nullius aspectu uel tactu amatoris impetus extinguatur. Non enim corpus. Hoc aut illud desiderat: sed superni luminis splendorem per corpora refulgentem admiratur, affectat & stupet. Quapropter quid cupiant, aut quærant amantes ignorant. Deum nanque [sic!] ipsum ignorant: cuius sapor occultus odorem quē[m]dam sui dulcissimum operibus suis inseruit. 32

9 Leave a comment on Absatz 9 0 Nur durch die Bewusstwerdung der Tatsache, dass die Liebe als conditio humana unbewusst schon immer auf die Liebe zur Weisheit und zu Gott ausgerichtet ist 33, kann einerseits die theoretische Zielsetzung des Menschseins als cognitio veritatis überhaupt erst erkannt und andererseits eine praktische Zielsetzung der Philosophie als perfectio hominis ausgeschlossen werden. Eine perfectio im Sinne einer unificatio bzw. deificatio hominis 34 wäre – wenn sie im Diesseits dauerhaft möglich wäre – auch nur die Konsequenz einer gelungenen Vereinigung mit dem Höchsten in der Kontemplation und die Einsicht in die imperfectio des Menschen immer nur eine nachträgliche, die nur aus der Perspektive des bereits zum Philosophen gewordenen Menschen festgestellt werden könnte. Durch die nachträgliche Erkenntnis des wahren Liebesverhältnisses des Menschen zu Gott wird die Schwierigkeit bei der Bestimmung des Begriffs ›philosophia‹ verständlich, denn Ficinos wirkmächtigster Platon-Kommentar De amore kann wie Platons Symposion – das zeigt in diesem Fall die Anspielung von Smp 204a auf die oben bereits erwähnte Apol 22d–23a 35 – als ausführliche Antwort auf die Frage, was Liebe zur Weisheit sei bzw. wie und warum sie entsteht, gelesen werden: Philosophie entspringt aus einer von Gott gegebenen Liebe, die sich erst im Vollzug ihrer Entwicklung als Weisheit erkennt.36

10 Leave a comment on Absatz 10 0 Wenn sich die Liebe zur Weisheit erst aus einer natürlichen, d. h. unbewussten Liebe heraus entwickelt, so kann von einer theoretischen Zielsetzung erst dann gesprechen werden, wenn alle praktischen Zielsetzungen des Lebens in der ontogenetischen Entwicklungsgeschichte beseitigt wurden und dadurch die wahre Liebe als solche erkannt wurde. D. h. von praktischen Zielsetzungen zu sprechen, scheint für Ficino erst dann sinnvoll zu sein, wenn eine Annäherung an die theoretische Zielsetzung in der individuellen Lebenszeit des Menschen erfolgt ist; bis zur Annäherung an die theoretische Zielsetzung oder deren Verwirklichung sind praktische Zielsetzungen wie die perfectio hominis aber abzutragen, weil sie der Verwirklichung der theoretischer Ziele abträglich sein könnten.

11 Leave a comment on Absatz 11 0 Von den bereits oben angesprochenen Früchten oder Konsequenzen der kurzzeitig erreichten Kontemplation lässt sich ein politischer Nutzen extrapolieren, wie er bereits in Platons Politeia vorgedacht wurde. Nach dem Aufstieg zu Gott 37 scheint es möglich zu sein, die theoretische Erkenntnis einer praktischen Anwendung zu Diensten zu machen. Der zu Gott Aufgestiegene erlebt eine plötzliche veritatis intuitus38, welche durchaus mit dem damaskenischen Paulus-Erlebnis verwandt ist. Durch diese Eingebung der Wahrheit wird er vom Schüler zum Lehrer transformiert und weiß somit um die wahre Lehre der Liebe und des Wissens bzw. der Unwissenheit. Der Staatsführung dient diese Transformation dadurch, dass die Mystagogik des Aufstiegs für eine Pädagogik des Abstiegs in Anspruch genommen werden kann, welche – aus der Perspektive des Aufgestiegenen, Transformierten und dann Absteigenden – wiederum nur die Vorstufe für eine weitere Mystagogik ist. Im Unterschied zu der vorhergehenden Mystagogik ist der nun abgestiegene Philosoph aber nun nicht mehr Initiand, sondern der Initiator in die Geheimlehre. Dies lässt sich an Beispielen konkretisieren: Ficino berichtet im Anschluss an Platon ausführlich, wie Sokrates von seiner Lehrerin Diotima in die Mysterien eingeweiht wurde und wie Sokrates nach seiner Einweihung selbst sein Wissen an Agathon und die Gemeinschaft des Gastesmahls weitergegeben hat. Dabei verhält sich Sokrates wie der in die Höhle wieder Hinabsteigende in Platons Politeia (vgl. Resp 516e–517b), wenn er von der visio ideae wahrscheinlich freiwillig (Platon) bzw. visio Dei eher unfreiwillig (Ficino) ablässt 39 und die Generation seiner Schüler zur Philosophie erzieht:

12 Leave a comment on Absatz 12 0 Ad uoluptatem prona iuuē[n]tus sola uolupate tenetur, rigidos effugit præceptores, hinc nostræ adolescentiæ, tutor ad patriæ suæ salutem, rerum suarū[m] amministratione neglecta iuniorum suscipit curam, eosq[ue] primum iucundę coniuetudinis captat suauitate. Ita illaqueatos, monet deinde seuerius. Postremò censura rigidiori castigat. Hoc pacto Phædonem adolescentulum lupanari publico prostitutum ab ea calamitate redemit, fecitq[ue] philosophum. Platonem poesi deditū[m] coegit tragœdias igni tradere, & studia pręciosiora capessere. Xenophontē[m] à uulgari luxu ad sapientū[m] traduxit sobrietatē[m]. Aeschinē[m] & Aristippum ex pauperibus diuites, Phędrū[m] ex oratore philosophū[m], Alcibiadem ex ignorante doctissimū[m] reddidit. Charmidē[m] grauidē[m] fecit & uerecundum, Theagem iustum, fortemq[ue] in republica ciuem. Euthydemum ac Menonem à Sophistarum captiunculis ad ueram transtulit sapientiam. Quo factum est, ut nō[n] tam iucunda quàm utilis fuerit Socratis cō[n]suetudo, ac multò ardentius ab adolescentibus, ut Alcibiades ait[,] dilectus fuerit Socrates quàm dilexerit[.] 40

13 Leave a comment on Absatz 13 0 Sokrates erzieht die Jugend anfänglich durch eine pädagogische Milde und dann durch eine mystagogische Strenge, so dass sie dieselbe oder zumindest eine ähnliche Transformation erleben, wie Sokrates sie selbst dank Diotima erfahren hat. Mittels der vom absteigenden Lehrer an die Jugend übereigneten Anleitung zum Aufstieg wird die ontogenetische Entwicklungsgeschichte zur phylogenetischen. D. h. der Weg des Einzelnen (theoretischer Aufstieg – Einung/Vergöttlichung – praktischer Abstieg) wird zum generationsübergreifenden Weg, der die Menschheitsentwicklung charakterisiert. Und auf dem gesamten Weg ist die Liebe sowohl die verborgene Triebkraft als auch für die Schöpfung und Bewahrung der Philosophie verantwortlich. Denn der Philosoph tradiert mittels seines eigenen Abstiegs zu den naturverhafteten Menschen den Aufstieg zu Gott. Damit fungiert er als ein Wesen der Mitte oder des Zwischen, nimmt die Rolle des Vermittlers ein und wird – wie Sokrates – zu einer personifizierten Konkretion des Eros 41. Er produziert und fördert mit Hilfe der Liebe sowohl die Liebesdynamik seiner Schüler (nach Smp. 206e5: γεννήσεως καὶ τοῦ τόκου ἐντῷ καλῷ) und bewahrt damit die bereits etablierte Ordnung des Kosmos. Das praktische Ziel der Philosophie ist demzufolge die Tradition der Theorie – und diese wirkt sich positiv auf das Zusammenleben im Staate aus, wie Ficino in De amore VII 16 andeutet und als Summa der Schrift De Philosophia Ps.-Platons voranstellt:

14 Leave a comment on Absatz 14 0 Quid sit & quale officium philosophi, hic docetur. Est autem philosophi officium, diuina nosse, gubernare humana: in illo contemplatiua philosophia, in hoc actiua comprehenditur: ad contemplatiuam conducit sapientia, ad actiuam prudentia & institia. 42

15 Leave a comment on Absatz 15 0 Die Frucht der theoretischen Zielsetzung wird nach dieser Auslegung Ps.-Platons durch Ficino zur praktischen Pflicht des Philosophen. Wenn die Kontemplation im Diesseits nie zeitlebens vollendet werden kann, so soll doch der Philosoph der Allgemeinheit nützen, indem er die Jugend erzieht. Die scheinbar nur theoretische Philosophie, die den Aufstieg zu Gott fokussiert, wird dadurch zuletzt doch als praktische durchschaut, weil sie als Ethik alle Instanzen des objektiven Geistes, d. h. Verwaltung und Rechtsprechung prophylaktisch mittels der ἐποπτικά (Smp 209e5) 43 organisiert. Die Materie, aus der die Philosophie entsteht, ist die Liebe; die Materie, auf die die Liebe zur Weisheit wirkt, ist der Staat in Form der Erziehung seiner Bürger. Da sowohl in der aufsteigenden wie in der absteigenden Bewegung, in der Bewegung des Schülers wie des Lehrers, die Liebe die notwendige Basis ist, wird die Liebe damit zur ›Materie‹ der Weisheit, die aus Gott ausfließt (effluere) und zu ihm zurückfließt (refluere) 44.

16 Leave a comment on Absatz 16 0 Die Pflicht des Philosophen, generationsübergreifend seine Schüler zum Aufstieg zu führen, schließt die cognitio rerum humanarum et divinarum sowohl als Untersuchungsobjekt als auch in Form einer bewussten Zielsetzung aus. Ficinos Philosophie ist in ihrem Kern keine Wissenvermittlung, sondern eine Wissensanleitung. D. h. eine appellativ-transformative Mystik nach dionysischem Vorbild, in der durch imperativische Handlungsanleitung 45 ein gedanklicher Vollzug initiiert wird, in der die natürliche Liebe von ihrer Körperbezogenheit gereinigt wird, sich als Weisheitsliebe erkennt, die wiederum mittels Abstraktionsübung auf die plötzliche und reine Weisheitserkenntnis ausgerichtet ist. Der zur Weisheit aufgestiegene Philosoph erkennt durch sie, dass er im Abstieg zu derselben Fürsorge gegenüber den in der Hierarchie unter ihm Stehenden verpflichtet ist wie Gott selbst.


17 Leave a comment on Absatz 17 0 28Marsilio Ficino: Epistolarum II [= Opuscula Theologica] . Dialogus inter Paulum & Animam [= De Raptu Pauli]. Rectius de Deo lo quimur negando & refendo, quàm affirmando. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 704.

18 Leave a comment on Absatz 18 0 29Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium III 1. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1328f.

19 Leave a comment on Absatz 19 0 30Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium III 1. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1328.

20 Leave a comment on Absatz 20 0 31Vgl. Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium VI 10; VI 15; VII 2. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1348; S. 1351f., S. 1356

21 Leave a comment on Absatz 21 0 32Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium II 6. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1326.

22 Leave a comment on Absatz 22 0 33Vgl. auch Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium VI 18. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1353f.

23 Leave a comment on Absatz 23 0 34Vgl. auch Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium VII 13 u. 14. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1361.

24 Leave a comment on Absatz 24 0 35Vgl. bspw. den Kommentar bei Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium VI 10; VII 2. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1349; S. 1356.

25 Leave a comment on Absatz 25 0 36Vgl. bspw. den Kommentar bei Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium V 10. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1340: »Igitur amor principium est & finis […].«

26 Leave a comment on Absatz 26 0 37Vgl. bes. Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium VI 16. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1352.

27 Leave a comment on Absatz 27 0 38Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium VI 12. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1351.

28 Leave a comment on Absatz 28 0 39Hier zeigt sich der Unterschied zwischen dem Platonismus und Sokratismus auf der einen und dem Pseudoplatonismus und dem Neuplatonismus auf der anderen Seite: Während bei jener Tradition der sokratische Philosoph (wegen Resp. 515d5 und 515d6) freiwillig zu den Höhlenbewohnern zurückgeht – der Aufstieg ist in der Politeia unfreiwillig, der Abstieg freiwillig –, will bereits bei Plotin (vgl. Enn IV 8, 1) der Philosoph nicht zurück in die irdischen Regionen, wird aber aufgrund seiner immer wieder selbstregenerierenden Körperlichkeit nach der kurzfristigen Gottesschau zum Abstieg genötigt. Ficino tendiert bei der Frage nach dem Abstieg eher zum Neuplatonismus als zum Platonismus.

29 Leave a comment on Absatz 29 0 40Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium VII 16. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1362.

30 Leave a comment on Absatz 30 0 41Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium VII 2 verhält sich zu VI 9. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1356 verhält sich zu 1347 wie Smp 220a–221d zu Smp 203c–d.

31 Leave a comment on Absatz 31 0 42Marsilio Ficino: Amatores, sive De philosophia. In: Divini Platonis Opera omnia quæ exstant. Lugduni 1590, S. 4. http://www.archive.org/details/diviniplatonisop00plat

32 Leave a comment on Absatz 32 0 43Vgl. Christoph Riedweg: Mysterienterminologie bei Platon, Philon und Klemens von Alexandrien. Berlin: de Gruyter, 1987, bes. S. 25.

33 Leave a comment on Absatz 33 0 44Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium II 1. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1323.

34 Leave a comment on Absatz 34 0 45Vgl. bspw. Marsilio Ficino: In Convivivm de Platonis De amore, commentarium VI 18. In: Opera quae hactenus existere. Henricpetri. Basileae 1576, S. 1359f.

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Quelle:https://blog.fernuni-hagen.de/emto-preprint/neopythagoreismen-und-pseudosokratismen-im-platonismus-der-fruhen-neuzeit/materia-philosophiae/