Spurensuche in tansanischer Stadtgeschichte

Einer Zeitreise gleich gestaltet sich der Tag.

Der Beginn ist ein Fruestueck auf der ehemals kolonialen Terrasse des Mkonge Hotel in Tanga. Wir sind im Jahre 1910, und hier befindet sich das deutsche Verkaufskontor fuer Sisal. Gelegen ist es gegenueber der segelartig geformten Insel, die Tanga ihren Namen gab. Tanga heisst auf Suaheli “Segel”. Fuer die ostafrikanische Kueste waren die Dhaus (kleine Segelschiffe) das wichtigste Transportmittel.

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Weiter geht es mit kolonialer Architektur im Zentrum der Stadt. Wir besuchen die deutsche Bahnstation, und dort finden wir auch Relikte aus der Zeit des britischen Protektorates. Hier ging der Reisende der Usambarabahn 1919 nach Klassen getrennt aufs “stille Oertchen”.

Ein Bummel ueber die ehemalige Kaiserstrasse zeigt heute ein Gemisch aus modernen Geschaeftshaeusern und Ueberresten der alten Kolonialbauten.

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Mit dem Bus nur zwei Stunden Fahrt, aber in der Geschichte zeitlich weiter zurueck, erkunden wir  die kleine Kuestenstadt Pangani. Dort begegnen uns die arabischen Einfluesse, die die Kueste Tansanias nachhaltig kulturell  beeinflusst haben. Reich geschnitzte Tueren oeffnen hier den Blick zurueck ins 18. Jh.

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Die Ruinen von Tongoni fuehren uns auf unserer Zeitreise ins 15.Jh. Ueberreste einer Moschee weisen darauf hin, dass persische Kaufleute den Islam nach Ostafrika brachten.

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Tansania  ist gepraegt von der Vermischung der Kulturen. Am Abend im Mkonge Hotel 2016 bestellen wir indisches  Chapati, afrikanisches Bier und vegane Pizza.

Claudia Schüller & Roswitha Klee-Emmerich

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